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[Aktuelles]

Lange Kunst- und Kulturnacht auf dem Alten Schlachthof

am Samstag, 21. Mai 2022, um 18:00  bis 3 Uhr

Es war eine Kulturnacht auf dem Gelände des Alten Schlachthofs, wie wir sie von Zeiten vor Corona kannten. Viele Besucher:innen und alle in Feierlaune. Corona schien vergessen. Sie strömten und vor allem, als es abends draußen etwas kühler wurde, zogen sie durch unser Atelier. Es war durchweg eine gute Stimmung, interessiert an den Bildern und Projekten und viele Fragen zur Kunst, zu den Projekten und unseren Arbeiten.

Besonders gefreut haben wir uns in unserem Atelier 2 Süd über die Fragen zu den Arbeiten von Wolfgang Heiser, Katharina Wagner, Jennifer Harmon,Magda Maczka und Benno Kotterba. Viel Interesse auch zu unserem Projekt autArtis und der Arbeit mit den autistischen Kindern und Jugendlichen.
Besonders gefreut haben wir uns über die vielen Zuschauer und Zuhörer, die der Musik von Judith Goldbach & Friends gelauscht haben. Lauschen ist eigentlich der falsche Ausdruck, denn es galt eher durch die Umgebungsatmosphäre hindurch zu hören. Trotz der Geräuschkulisse kamen die Stücke gut an.
Bildende Kunst und Musik, Party, Film, TheatBesonders STolz war Ronny, als das Trio zu seinen Musikideen improvisierte. Auch das eine Bestätigung für sein Interesse und schlussendlich auch für unser Projekt autArtis (autartis.de).

Nachfolgend einige Impressionen von unseren Beiträgen in der Fleischmarkthalle, unseren Ateliers und dem Jazz-Konzert.

Judith Goldbach & Friends

Impressionen vom Konzert vor dem Atelier 2 Süd, Alter Schlachthof 13 a.

Künstler:innen des Atelierhauses

stellen ihre Werke in der Fleischmarkthalle aus

Gruppe Mudiku/Mudilab zeigt ihre Arbeiten

im Atelier 2 und 4 Süd, Alter Schlachthof 13 a.

Leben im ungewissen Erleben ist nichts Neues

Kunst ist für die Künstler:innen der Gruppe MudiKu in erster Linie eine menschliche Verpflichtung. Wir nehmen die gesellschaftlichen Strömungen wahr, erleben die Brüche und Aufbrüche. Es zu beleuchten und in unseren Arbeiten auszudrücken, ist unser Ziel. Wir tauschen uns aus und wirken als offene Ateliergemeinschaft zusammen. Das zeigen Wolfgang Heiser in seinen Bildobjekten der „konkret-konstruktiven Kunst“, Katharina Wagner in Papierbildern der „reflektierenden fiktionalen Kunst“, Magda Maczka in „naturbezogen aufbrechende“ Ölgemälden, Benno Kotterba in „asemisch-texturalen“ Schrift- und Druckbildern und Jennifer Harmon in „räumlich-strukturbezogenen“ Cyanotypien und Objekten.

 

gefördert durch:

autArtis – Bilder im Kopf und Fenster zur Welt

Förderung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen

Autismus ist nach der aktuellen neurobiologischen Ursachenforschung eine neurologische Variation in vielen unterschiedlichen Aspekten, die sich obendrein noch von Individuum zu Individuum unterscheiden [Hajo Seng in /1/]. Damit sind vielfältige und unterschiedliche Beeinträchtigungen verbunden. Aus medizinischer Sicht bezeichnet man sie als Autismus Spektrum Störung (ASS). Je nach Ausprägung erfassen autistische Menschen bestimmte Signale und Zusammenhänge nicht intuitiv, die in unserer Gesellschaft für Kommunikation und Zusammenleben vorausgesetzt werden. Sie erleben oft bereits von Kindheit an massive Ausgrenzungen. Das kann im Kindergarten beginnen, weil sie andere Interessen haben und anders spielen [Claus Lechmann in /2/]. Ihre neurologische Variation wird als Normabweichung betrachtet, während die Aspekte der Fähigkeiten und Potentiale nicht zum Tragen kommen. [Hajo Seng in /1/].

Claus Lechmann berichtet (in /2/), dass Kinder und Jugendliche sich unbeschwert und glücklich fühlen, wenn sie sich ganz ungestört mit ihren besonderen Interessen beschäftigen dürfen. Er regt an, Situationen zu schaffen, in denen sie sich ganz wohl, entspannt, spontan und frei fühlen. Die Bilder, Zeichnungen und Collagen aus den Spezialinteressen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Autismus, die wir in Ausstellungen aus Anlass des 10-jährigen Bestehens des AutismusZentrums Bruchsal 2021 und des Weltautismustages 2022 zeigten, beeindruckte uns durch ihren künstlerischen Ausdruck. Sie waren Auslöser für das Förderkonzept.​

Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Autismus bieten wir seit Anfang 2022 einen geschützten Rahmen und einen barrierefreien Kommunikationsraum an. Hier dürfen sie ihre Bilder ohne Vorgaben und vor allem ohne Beurteilungen gestalten. Es bestärkt sie in ihren Mut zum eigenen Weg, in der Entwicklung eines schon bestehenden künstlerischen Ausdrucks und im Erkennen der Qualität des eigenen Tuns.

„In meinen Bildern stelle ich dar, wie sich die Dinge in unserem Kopf manchmal so überwältigend und komplex anfühlen, dass wir wie von der Außenwelt getrennt sind. Die Vorgänge im Kopf nehmen die ganze Wahrnehmung ein und verändern, was wir fühlen. Die Sachen um uns herum verschwimmen und verformen sich, während wir uns neue Dinge erfinden und unsere Umwelt nicht mehr wahrnehmen können“(Bilder und Zitat einer Jugendlichen mit Autismus).

Sie finden zu ihrem eigenwilligen, künstlerischen Ausdruck. Sie entwickeln ihr Selbstkonzept sowie ihre Wahrnehmungs- und Entscheidungsfähigkeit /5/. Hierin begleiten, bestätigen und bestärken wir sie.

Durch das „Hand-Werk“ gewinnen sie Vertrauen in das eigene Tun und ihre Umgebung. Selbst bei mutistischen Kindern und Jugendlichen erleben wir in kleinsten Schritten den leise beginnenden (sprachlichen) Austausch und die (oft auch nonverbale) Kommunikation mit uns Begleitenden. Sie entwickeln ihr Selbstkonzept sowie ihre Wahrnehmungs- und Entscheidungsfähigkeit /5/. Und wir sind beeindruckt, wie selbständig, selbstverständlich und kreativ sie sich verwirklichen.

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Tag des Offenen Denkmals 2022

Am Tag des offenen Denkmals, am Sonntag, 11.09.2022, wird die Ateliers im Erdgeschoss zur Besichtigung geöffnet. Die heutige Ateliernutzung beschäftigt sich mit zeitgenössischer Malerei, Skulptur, Objektkunst und Schmuckdesign. In ihrem Streben seelisch, geistige Bilder in sichtbare Werke umzusetzen, stehen diese Künste im Kontrast zur historischen Nutzung. Aktueller Zeitgeist und Denkmalschutz verbinden sich zu einer spannungsvollen Synthese, die in einem Durchgang erlebt werden kann.

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[Lage des Ateliers]

Alter Schlachhof 13 a, Atelier 2 Süd (siehe Lageplan)

Luftbild: Gérald Rouvinez-Heymel

Zufahrt zum Alten Schlachthof und zum Atelier 2 Süd

Aus der Stadt kommend über die Durlacher Allee beim Hinweisschild „Substage“ in den Alten Schlachthof einbiegen (Im Luftbild Kreis oben rechts)

Von der Autobah kommend auf der Durlacher Allee am Ikea links vorbei, hinter der Eisenbahnbrücke links auf den Ostring einbiegen, an der nächsten Ampel rechts abbiegen, links am Tollhaus vorbei (auf dem Luftbild die Markierung links unten)

Auf dem Parkplatz (Parkscheibe einsetzen) parken.

Zugang zum Atelier auf der dem Parkplatz gegenüberligenden Seite (siehe Markierung).

Kultur-Akteur*innen – Alter Schlachthof 13 – Atelierhaus

Name Link
Atelier 2 Süd
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Magda Maczka
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